Ein Klassiker der christlichen Seelsorgeliteratur – und so aktuell wie eh und je: Wilhelm Buschs „Angefochtene Gottesknechte" begleitet Menschen durch Zweifel, Dunkelheit und geistliche Kämpfe mit dem Trost der Bibel.
Wer war Wilhelm Busch?
Wilhelm Busch wurde am 27. März 1897 in Elberfeld, dem heutigen Wuppertal, als Sohn eines Pfarrers geboren. Er wuchs in einem vom schwäbischen Pietismus geprägten Elternhaus auf – doch der Glaube wurde für ihn persönlich erst im Schützengraben zur Wirklichkeit. Als junger Offizier im Ersten Weltkrieg kam er zum Glauben an Jesus Christus.
Nach dem Studium der Theologie in Tübingen landete er schließlich im Ruhrgebiet – und genau dort begann sein außergewöhnliches Lebenswerk. Von 1929/30 bis 1962 war er Jugendpfarrer im Weigle-Haus in Essen, einem Bergarbeiterbezirk. Bergleute, Jugendliche, Zweifler, Suchende – sie alle kamen zu ihm. Er verstand es wie kaum ein anderer, das Evangelium so zu predigen, dass es mitten ins Leben traf.
Während der NS-Zeit brachten ihn sein Glaube und sein Engagement in der Bekennenden Kirche mehrfach ins Gefängnis. Diese Erfahrungen prägte seinen Blick auf das Leiden, die Anfechtung und die Treue Gottes – und sie fließen spürbar in sein Schreiben ein.
Wilhelm Busch starb am 20. Juni 1966 auf der Rückreise von einer Evangelisationswoche in Saßnitz auf Rügen in einem Lübecker Krankenhaus. Sein Nachruf vom späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann lautete schlicht: „So haben wir ihn geliebt."
Was steckt hinter „Angefochtene Gottesknechte"?
Das Buch widmet sich den Erfahrungen von Anfechtung, Zweifel und Glaubenskampf – Themen, die bis heute viele Christen bewegen. Busch geht dabei nicht abstrakt-theologisch vor, sondern bleibt ganz nah an der Bibel und am Menschen: Anhand biblischer Gestalten wie Noah, Abraham, Jakob, Joseph und Mose zeigt er, dass selbst große Glaubensmänner mit Bedrängnissen, Gebetserhörung oder -verzögerung, Ungeduld und Angst ringen mussten.
Der vollständige Titel lautet „In der Seelsorge Gottes – Angefochtene Gottesknechte", und dieser Untertitel ist Programm. Es gibt Stunden im Leben eines Christen, in denen die Welt dunkel wird – Stunden, in denen das Gebet ins Leere zu fallen scheint. Genau für solche Stunden ist dieses Buch geschrieben.
Mit seelsorgerlichem Feingefühl erklärt Busch, wie Gott gerade in der Anfechtung den Glauben vertieft und Hoffnung schenkt. Seine Auslegungen verbinden die zeitlose Botschaft der Bibel mit den Herausforderungen des modernen Christenlebens.
Biblische Gestalten als Spiegel des eigenen Lebens
Was Buschs Schreiben so unverwechselbar macht: Er lässt die Figuren der Bibel nicht als übermenschliche Helden stehen, sondern macht deutlich, dass Abraham, Jakob oder Mose Menschen wie wir waren – mit echter Not, echtem Versagen und echter Gottesbegegnung. Das Buch behandelt Texte aus 1. Mose, 4. Mose, dem Richterbuch und dem 1. Buch der Könige – und in jedem dieser Abschnitte begegnet dem Leser am Ende dasselbe: ein Gott, der nicht loslässt.
Diese Verbindung von Bibelauslegung und Seelsorge ist typisch für Busch. Er versteht es, dem Leser das Wort Gottes lieb zu machen – nie schulmeisterlich, immer zugewandt, oft auch mit einem Schmunzeln.
Für wen ist dieses Buch?
Es ist ein mutmachender Begleiter für alle, die im Alltag unter Druck geraten, mit inneren Kämpfen zu tun haben oder nach Stärkung im christlichen Glauben suchen. Ob jemand gerade in einer Lebenskrise steckt, mit Zweifeln ringt oder einfach tiefer in die Seelsorge der Bibel eintauchen möchte – dieses Buch trifft. Mit seinen 208 Seiten ist es dabei gut lesbar und nicht überwältigend.
Wer Wilhelm Busch noch nicht kennt, findet hier einen wunderbaren Einstieg in sein Werk. Und wer ihn kennt, weiß: Diese Lektüre lohnt sich auch zum zweiten und dritten Mal.
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Autor: Wilhelm Busch | Verlag: Edition predigt.archiv | 180 Seiten | Kategorie: Seelsorge & Lebenshilfe

